
Lokales
Linienbus brennt auf B9 – Falschfahrer sorgte für zusätzliche Gefahr
Wie das Polizeipräsidium Koblenz mitteilt, geriet am 01.03.2026 in den Nachmittagsstunden ein Linienbus auf der B 9 zwischen der Anschlussstelle B256/Rheinbrücke und Andernach-Hafen in Vollbrand. Zu dem Vorfall hatte die Polizei Andernach bereits zuvor eine Pressemeldung veröffentlicht.
Für die Dauer der umfangreichen Löscharbeiten musste die Bundesstraße über mehrere Stunden hinweg vollständig gesperrt werden. Da zeitgleich in Mülheim-Kärlich ein verkaufsoffener Sonntag stattfand, kam es infolgedessen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und einem langen Rückstau. Die Sperrmaßnahmen waren jedoch zwingend erforderlich, um das Feuer schnell und sicher bekämpfen zu können.
Für Unverständnis sorgte in diesem Zusammenhang das Verhalten eines Autofahrers. Der Mann wollte wegen einer privaten Angelegenheit nach Andernach-Süd gelangen und fuhr trotz der Sperrung entgegen der Fahrtrichtung auf die B9 in Richtung der Ausfahrt Andernach/Hafen auf. Glücklicherweise kam ihm auf dem gesperrten Streckenabschnitt kein Fahrzeug entgegen.
Kurz vor der Einsatzstelle stoppte der Fahrer sein Fahrzeug und gab an, nun an den wartenden Autos ebenfalls entgegen der Fahrtrichtung vorbeifahren zu wollen. Wäre die Sperrung nur wenige Minuten früher aufgehoben worden, hätte sein Verhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu geführt, dass er als Falschfahrer frontal in den Gegenverkehr geraten wäre.
Die Polizei stellte die Identität des Mannes fest und sprach einen Platzverweis aus. Darüber hinaus wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Zudem regten die Beamten die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis an und informierten die zuständige Fahrerlaubnisbehörde.
Die Polizei betont ausdrücklich, dass Straßensperrungen bei Einsatzlagen im öffentlichen Verkehrsraum unerlässlich sind, um Maßnahmen zügig durchführen und die Strecke anschließend wieder freigeben zu können. Auch wenn Verkehrsbeschränkungen zu Verzögerungen im privaten oder beruflichen Bereich führen und Geduld erfordern, ist es in keiner Weise akzeptabel und zudem äußerst gefährlich, geltende Vorschriften oder Anweisungen der Einsatzkräfte bewusst zu missachten. Nur durch großes Glück kam es in diesem Fall nicht zu einem schweren Folgeunfall.
Quelle: Polizeipräsidium Koblenz | Foto: Symbolbild
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